Venedig - San Marcuola

San Marcuola mit seiner unfertigen Ziegelfassade, der Canale Grande und dazwischen ein kleiner Platz mit einem Brunnen in seiner Mitte. Das war der Schauplatz eines Entwurfsprojektes im Laufe meines Architekturstudiums an der TU Wien.

Angeboten vom Institut für Baukunst, sollte auf dem Platz ein Pfarrzentrum entstehen. Nach einer Exkursion nach Venedig kam ich zu dem Entschluss, der unfertigen Fassade einen modernen, transparenten Baukörper vorzusetzen in dem auch kirchliche Zeremonien abgehalten werden könnten. Den bestehenden Brunnen der Zisterne beließ ich in der Gebäudemitte als Taufbecken. Ich arbeitete zwei Entwürfe aus, einen positiven und einen negativen, wegen der Darstellung der Kreuzform. (Beide wurden sehr positiv beurteilt) Die Fenstergestaltung ist dem Kolumbarium (Taubenschlag) nachempfunden, der altrömischen Art der Urnenaufbewahrung. Das Thermenfenster der Kirchenwand findet seine Entsprechung in der Kuppel des Neubaues.